call4script-Stefan Kirsch - E-Mail-Management - Nutzen- 24. März 2003- Meta Group

Studie: CRM-Umsatz soll jährlich um 23 Prozent steigen

Der Markt für Firmensoftware wächst in Deutschland bis 2005 um durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr auf 8,64 Milliarden Euro, so die Industrieberatung Meta Group in einer Studie.

Die Summe umfaßt neben Einnahmen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen auch Einkünfte aus Wartungsverträgen. Von dem Wachstum dürften hauptsächlich Weltmarktführer SAP sowie global agierende Konzerne wie die US-Firmen Peoplesoft und Siebel profitieren. Regionalanbieter, von denen es im stark fragmentierten deutschen Markt viele gibt, werden es dagegen schwer haben, einen Teil am wachsenden Kuchen zu erhalten, so die Financial Times Deutschland.

Die mittelständischen Softwarehersteller kämpfen mit dem Problem, dass das Wachstum fast ausschließlich aus neueren Programmen kommt, mit denen Firmen Kundenbeziehungen analysieren oder ihre Lieferkette steuern. Während große Anbieter trotz Krise in solche Technik investieren konnten, mussten sich kleinere Hersteller meist auf das Kerngeschäft mit traditioneller betriebswirtschaftlicher Software zur Lohnabrechnung oder Finanzbuchhaltung konzentrieren.
Laut Meta Group wird dieses Segment aber nur um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr wachsen.

Gut positioniert sind dagegen Konzerne wie SAP, Peoplesoft, Oracle und Siebel, weil sie über weit entwickelte Programme zum Beispiel zum Customer Relationship Management (CRM) verfügen. Mit CRM-Software analysieren und verwalten Firmen ihre Kundenbeziehungen. Der CRM-Umsatz soll laut Meta Group hier zu Lande jährlich um durchschnittlich 23 Prozent auf 840 Mio. Euro bis 2005 steigen. Damit wäre der Markt genauso groß wie der für die betriebswirtschaftlichen Anwendungen.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist Software, mit der Firmen ihre Lieferkette steuern, so genannte Software zum Supply Chain Management (SCM). Der Umsatz mit SCM-Software wächst laut Meta Group hier zu Lande um durchschnittlich 15 Prozent bis 2005 auf 420 Mio. Euro.

Den Großteil ihres Umsatzes machen die Anbieter von Firmensoftware laut Meta Group aber nicht mit verkauften Programmen, sondern mit Dienstleistungen, unter anderem um die Standardsoftware an die Unternehmen anzupassen, und Wartungsverträgen, mit denen die Kunden sicherstellen, dass ihre geschäftskritischen Anwendungen nicht ausfallen und regelmäßig erneuert werden. Der Serviceumsatz wird 2005 in Deutschland bei 5,53 Milliarden Euro liegen.

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